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Immer wieder schaute ich in der vergangenen
Spielzeit auf Sporting Hasselt, als ich die Ansetzungen für noch
freie Tage durchforstete. Es passte nie und an dem Tag, an dem
es gepasst hätte, wurde die Begegnung aufgrund eines
Wintereinbruchs abgesagt. Aus dem „Wollen“ in der Saison 2025/26
war durch den Aufstieg der Limburger im Sommer ein Müssen
geworden, wollte ich die zweite belgische Liga wieder in den
Status „komplettiert“ versetzen. Umso besser, dass sich bereits
am ersten Spieltag der neuen Saison die Möglichkeit bot. Hasselt
eröffnete am Freitagabend mit einem Heimspiel gegen Dender. Die
Tickets waren für einen schmalen Taler zu haben und online
schnell gekauft. Viel anderes konnte man am wärmsten Abend des
Spätsommers sowieso nicht machen, sodass das klimatisierte Auto
eine gute Auszeit von der Hitze bedeutete. Vor Ort meinte es die
Sonne immer noch gut mit einem und hüllte das städtische Stadion
der Provinzhauptstadt phasenweise in ein großartiges Licht.
Und man, was ist dieses Stadion für ein
Brett. Besser kann ein kleines Stadion nicht daherkommen. Viele
Stehplätze, teils überdacht, teils ganz klassisch unter freiem
Himmel. Die Haupttribüne ragte gefühlt mehr hoch als breit in
den Himmel und hinter einem der Tore sorgte ein modernerer
Bereich für Abwechslung. Wenn dann noch ein gammliger Wohnblock
am Horizont zu sehen ist, ist das schon nah an der Perfektion
und so fast exklusiv in Belgien zu finden. Das grandiose Wetter
und das ebenso schicke Stadion hatten auf jeden Fall ein Bier
verdient. Zu allem Überfluss gab es dieses dank eines Sponsors
zu Ehren des Aufstiegs kostenfrei. Was willst du mehr? Mit dem
ersten Kaltgetränk in der Hand wartete ich auf einem der wenigen
schattigen Plätze auf den Anpfiff. Der Fanblock der Hausherren
war gut gefüllt, brachte aber keinen nennenswerten und vor allem
keinen durchgängigen Support zustande. Positiv überraschte mich
die Anhängerschaft der Gäste, die zahlreich und durchaus
motiviert auftrat. Immerhin lag der Gästeblock dank eines Baumes
bereits früh im Schatten.
Auf dem Platz ging es dann bereits früh
heiß her. Hasselt spielte mutig auf und kam bereits nach sieben
Minuten zum Torerfolg. Der gekonnt verwandelte Abpraller wurde
jedoch vom Linienrichter aufgrund einer vermeintlichen
Abseitsposition zurückgepfiffen und anschließend vom
Schiedsrichter am Bildschirm beurteilt. Laut der Vereinshomepage
der erste Einsatz des VAR im belgischen Vereinsfußball. Der
Fluch war für die Hausherren in diesem Moment ein Segen und
sorgte für eine neue Bewertung der Situation – Tor! Auf der
Gegenseite folgte sogleich der zweite Streich. Kurz vor der
Pause spielte der Ball im oder am Hasselter Kasten zwischen
Latte und Torlinie Ping Pong. Kein Treffer entschied der Referee
ad hoc, nutzte erneut den Bildschirm und bestätigte seine
Entscheidung dieses Mal. Ich kann mir als Schalker sehr gut
vorstellen, wie groß die Freude über den neuen
Instrumentenkasten bei den Gästen ist. Es war natürlich nicht
nur der VAR, der für die Niederlage sorgte. Beim FCV Dender
kamen zu wenige gefährliche Bälle in der Spitze an und das ganz
große Aufbäumen am Ende fehlte ebenfalls. So konnten alle
Hasselt-Anhänger einen munteren Haken hinter den Start in der
neuen Liga machen. Mir hat’s ebenso gefallen!
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