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Wappen FC Triesenberg FC
TRIESENB. II
0:6
(0:2)
FC
RUGGELL II
Wappen FC Ruggell III
 
  Tore:  
  0:1 (35.)
  0:2 (45.)
  0:3 (55.)
  0:4 (68.)
  0:5 (70.)
  0:6 (90.)
 
Donnerstag, 6. August 2026 20:00 Uhr
Leitawis 65
Triesenberg, FL Auto - 40 km ab Götzis
Liechtensteiner Cup (FL P) 1. Vorrunde 2026/27
gratis 22° C - bewölkt
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Ich hatte mir das recht schön ausgemalt und es schien für eine kurze Zeit tatsächlich zu funktionieren. Der Schweizer Cupsieger St. Gallen traf in der UEFA-Cup-Quali auf Benfica und gewann sein Hinspiel knapp und überraschend. Ein Gesamterfolg über die Portugiesen würde den Verbleib der Espen in der Quali bedeuten und mir ein Heimspiel im Sitterstadion am Donnerstagabend bescheren. Natürlich lief’s anders. Im Rückspiel in Lissabon gab’s auf den Sack und der „Abstieg“ in die Conference League-Quali bedeutete, dass die St. Galler am besagten Donnerstag zuerst auswärts spielen würden. Meinen Ärger über diesen Umstand steckte ich jedoch gut weg und freute mich über eine attraktive Alternative. Im nur wenige Fahrminuten entfernten Fürstentum Liechtenstein stand die erste Pokal(vor)runde an. Bekanntlich ist der Cup-Wettbewerb im Zwergstaat die einzige Möglichkeit die Mannschaften der nur sieben Fußballvereine außerhalb des Schweizer Ligensystems zu besuchen. So gehört es ein wenig zur Hopperehre, den Länderpunkt nicht nur auf die wackligen Füße der Ligaspiele zu stellen.

Somit ging es am Donnerstagabend, nachdem wir zuvor Konstanz unsicher gemacht hatten, für mich in Richtung Süden. In etwas mehr als einer halben Stunde erreichte ich ab unserer Unterkunft im österreichischen Götzis den Sportplatz Leitawis in Triesenberg. Die größte und höchstgelegene Gemeinde des Fürstentums liegt – wie es der Name bereits vermuten lässt – am Hang der Alpen. Entsprechend schön präsentierte sich der Ground des FC Triesenberg, dessen zweite Mannschaft heute auf die Reserve des FC Ruggell treffen sollte. Schon in meinen Recherchen zuvor hatte ich mich in den Platz und seine Aussicht auf die Gipfel in der benachbarten Schweiz verliebt. Und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es ist völlig gerechtfertigt, dass der kleine und mehr als feine Sportplatz regelmäßig zur Wahl des schönsten Platzes in der weiter gefassten Umgebung steht. Die Anlage ist auf Terrassen angelegt und man parkt eine Ebene unter dem Platz, unter dem sich ein Parkhaus befindet. Die Zuschauer stehen indes einige Meter über den Rasen unter Tennisplätzen, die den öffentlichen Bereich großzügig überlappen.

Spätestens als die Sonne im Westen genau hinter dem mittleren Flutlicht stand und für richtig schöne Bilder sorgte, war klar, der Star war hier nicht das Spiel. Wie sollte es auch. Die Kicker bewegten sich irgendwo auf Kreisliganiveau und machten ihre Sache vor diesem Hintergrund gar nicht so verkehrt. Trotzdem bestätigte mich die Partie darin, die ganz tiefen Amateurklassen weiterhin zu meiden. Wenn Pässe über ein paar Meter regelmäßig nicht sitzen und die Torschüsse immer wieder nur knapp den Eintritt in den Orbit verfehlen, habe ich am Spiel nur wenig Spaß. Im heutigen Duell wurden die eine Liga höher spielenden Gäste ihrer Favoritenrolle sichtbar gerecht. Ruggells Zweite dominierte das Spiel, ließ viel liegen und führte zur Pause nur mit 2:0. Während des Gegurkes hatte ich mich bereits spontan dazu entschieden, in der Pause zum zeitversetzt gestarteten Spiel in Balzers zu wechseln. Somit zog ich meinen Joker „Halbzeit-Hopping“, verabschiedete mich von der Katze, die mich in den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff umgarnte und fand mich kurz nach diesem im Auto wieder.