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VV
HOOGEVEEN
2:1
(0:1)
SC GENEMUIDEN SC Genemuiden logo vector
 
  Tore:  
  0:1 Bakker (20.)
1:1 Miedema (54.)  
2:1 Egbers (81.)  
 
Samstag, 23. Mai 2026 15:30 Uhr
Sportpark Bentinckspark 375
Hoogeveen, Drenthe, NL Auto - 200 km ab DU-Walsum
Derde Divisie A (NL IV) 34. Spieltag
5 Euro 29° C - sonnig
--- Wasser 0,5l - 3 Euro
 
 
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In den meisten Profiligen Europas sind am vergangenen Wochenende die Würfel gefallen. Die letzten Partien der regulären Sison sind gespielt und vielerorts starten jetzt die Relegations-, Aufstiegs-, Entscheidungs- oder Playoff-Spiele. Immerhin hielten meine aktuellen Jagdgründe in den Niederungen des niederländischen Amateurfußballs noch einen letzten Spieltag bereit. Die Auswahl an möglichen Zielen war groß und letztendlich fiel meine Wahl auf den VV Hoogeveen. Meine Entscheidung betraf auch Lynn und Alex, da wir den Tag gemeinsam verbringen und um einen Ausflug in der Region des Spielorts ergänzen wollten. Schnell hatte ich die Hauptstadt der Provinz Overijssel, Zwolle, ins Visier genommen. Bei meinem Besuch von PEC 2013 hatte ich kein Auge fürs Sightseeing. Die Stadt lag praktisch auf unserem Weg und machte zumindest in Berichten und auf Bildern eine gute Figur. Es wäre vermessen zu sagen, dass wir nach unserer Stippvisite positiv überrascht waren. Immerhin haben nahezu alle Städte und Gemeinden unseres westlichen Nachbars einiges zu bieten. Auch begünstigt durch das grandiose Sommerwetter war in Zwolle viel los und die Innenstadt belebter und wuseliger als man es sich in unseren Gefilden je vorstellen könnte.

Der erste Teil unseres Tagesausflugs konnte also überzeugen. Weiter ging es in etwas mehr als einer halben Stunde Richtung Nordosten, in die gar nicht mal so kleine Gemeinde Hoogeveen (56.000 Einwohner). Vom Ort sahen wir wenig, da wir direkt zum Sportpark Bentinckspark fuhren, der neben dem Viertligisten VV Hoogeveen auch die Heimat des HZVV in der fünftklassigen Vierde Divisie D ist. Das ist in den Niederlanden durchaus normal und konnte von mir bereits in Bunschoten-Spakenburg (IJsselmeervogels und VV Spakenburg) sowie in Veenendaal (GVVV und DOVO) im Doppelpack „erlebt“ werden. Neu für mich war indes, dass beide Klubs nach dem Abriss und dem Neubau des Sportparks im Jahr 2012 baugleiche Stadien überreicht bekamen. Je zwei Tribüne schmücken die beiden Hauptplätze. Die größere der beiden, inklusive des Vereinsheims und des Business-Bereichs, war heute jedoch kaum nutzbar. Der moderne und zweckmäßige Bau lag in der prallen Sonne und diente nur einigen, aus meiner Sicht Verrückten, als Aufenthaltsort. Einen Großteil der Zuschauer zog es auf die gegenüberliegende Tribüne, die ebenfalls Sitzplätze bot und im Schatten lag.

Die sportlich irrelevante Partie des letzten Spieltags gegen Genemuiden begann mit einem Knall. Ich hatte Lynn gerade an der Bande auf dem Arm, als hinter uns vom Parkplatz aus drei blau-weiße Feuerwerksbatterien gezündet wurden. Lynn nahm es erstaunlich gelassen und erfreute sich weiterhin am Trubel auf und neben dem Platz sowie am nun rollenden und fliegenden „Dei“ (Ball). Trotz der intensiven Beschäftigung mit unserer Tochter sahen wir einen zwar gemächlichen, aber durchaus chancenreichen Sommer-Kick bei knapp 30 Grad. Ein Abstauber brachte die favorisierten Gäste im ersten Durchgang in Führung (20.). Die zweite Hälfte verfolgten wir größtenteils aus dem wohl temperierten Klubhaus und sahen, wie Hoogeveen die Begegnung auch dank eines schönen Treffers per Distanzschuss (54.) drehte und mit 2:1 gewann. Die Derde Divisie startet nun in die Playoffs um Auf- und Abstieg, die erst Mitte Juni enden.