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< 1281 SPIEL 1.282 1283 >
 
Wappen 1. FC Nürnberg 1900 1. FC
NÜRNBERG
3:0
(2:0)
FC
SCHALKE 04
logo_schalke
 
  Tore:  
1:0 Schallenberg (ET., 19.)  
2:0 Koudossou (45.)  
3:0 Zoma (72.)  
 
Samstag, 9. Mai 2026 20:30 Uhr
Max-Morlock-Stadion 47.000 (ausverkauft)
Nürnberg, Bayern, DE Auto - 180 km ab Schmiedefeld am Rstg.
2. Bundesliga (DE II) 33. Spieltag
32 Euro - Sitzplatz Kurve 16° C - wolkig
Drei im Weggla - 4 Euro 3x Bier (Spaten) 0,5l - 16,50 Euro
 
 
 
 
 
 
 

Die Woche nach der Schalker Meisterschaft und der Hochzeit meiner Schwester verbrachten Alex, Lynn und ich im Berliner Umland. Erst am Freitag ging es nach dem Mittagessen für uns weiter – wenn auch nicht direkt zurück in den Westen. Traditionell wartete Mitte Mai der Rennsteiglauf auf uns. Während es am Samstagmorgen für den kurzentschlossenen Nolan und die erfahrenen Rennsteigveteranen Marlene und Fabian auf die Halbmarathonstrecke ging, quälte ich mich zum fünften Mal über die 42 Kilometer lange Route von Neuhaus nach Schmiedefeld. Auch wenn es sich zwischenzeitlich ganz anders anfühlte, konnte ich auch im Thüringer Wald auf meiner „Haus- und Hofstrecke“ eine neue Bestzeit aufstellen. Somit hatte ich mir den direkt an den Lauf anschließenden Ausflug nach Franken noch etwas mehr verdient als sonst. Bei schönstem Sonnenschein flogen wir am Nachmittag über die A73 gen Süden in die Frankenmetropole. Ich half Alex und Lynn beim Einchecken und Einziehen im Hotel, ließ mich von Ihnen zum Stadion bringen und verbrachte einige Minuten im Trubel vor dem Gästeblock. Hier wartete ich, bis die bekannten Gesichter nach und nach eintrafen.

Ich konnte mit meiner Glubb-Mitgliedschaft immerhin vier Tickets besorgen und half so dabei, dass Henry, Bonny, Bilal und Nolan dem „Freundschaftsspiel“ beiwohnen konnten. Für meinen Cousin aus den Staaten markierte die Partie, nach den Ausflügen zu TeBe und nach Meuselwitz, den ersten ganz großen Brocken bei seiner Schnell-Einführung in den deutschen Fußball. Man kann sicherlich schlechtere Stimmung abgreifen als beim Duell der Freunde aus dem Frankenland und dem Ruhrgebiet. Da meine vier Sitzplätze in der Südkurve wie beschrieben bereits in Benutzung waren, ließ ich mich von Andre und Flo in den Gästeblock schleusen und fand mich plötzlich und ungeplant neben Micha wieder, der bereits im Block saß. So verfolgten wir das Spiel nah am stimmungsvollen Epizentrum. Der Zweitligameister und Aufsteiger hatte nichts mehr zu verlieren, war entsprechend motiviert in eine großflächigen Choreo involviert und schmetterte so manchen Gassenhauer aufs Parkett.

„Entscheidend is' auf'm Platz.“ Naja. Allzu gerne widerspreche ich hier und heute der Zecke Adi Preißler. „Auf’m Platz“ war heute ziemlich egal und das sage ich nicht nur deswegen, weil der S04 sang- und klanglos mit 0:3 nach Hause geschickt wurde. Heute war das miteinander unter Freunden viel wichtiger. Der gemeinsame Jubel mit den Nürnberger Regionalligameistern, den weiterhin erstklassigen Club-Frauen oder eben auch der FCN-Auswahl, die den Knappen an diesem Abend eine Niederlage zufügte. Irgendwie war damit auch zu rechnen, verbrachten die Schalker Profis einen Großteil der Woche zwischen Sonne, Bier und Partyklängen auf der Mittelmeerinsel Ibiza. Dafür war der Auftritt eigentlich sogar noch ganz passabel. Aber sei’s drum. Ich freute mich über die fortgesetzte Feierstimmung, nachdem ich das Spiel gegen Düsseldorf verpasst hatte. Die letzten Minuten verbrachte ich bei meiner Familie und stand neben einem begeisterten Ami, der das Erlebte irgendwie versuchte einzuordnen. Da hat jemand Blut geleckt. Für mich markierte die Heimfahrt am Folgetag zwei schöne, aber auch anstrengende Wochen. Endlich wieder Alltag.