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Nach dem emotionalen Kick in Eimsbüttel
ging es für mich noch ein wenig weiter Richtung Norden. Das
Ziel: Todesfelde. Der Regionalliga-Absteiger aus dem Kreis
Segeberg tut derzeit alles dafür, um im Sommer den
Wiederaufstieg zu feiern. Auch wenn nach dem wohl sicheren
Gewinn der Meisterschaft in Schleswig-Holstein noch die
Aufstiegsrunde mit den Vertretern aus Niedersachen und den
Stadtstaaten Hamburg und Bremen erfolgreich bestritten werden
muss, wollte ich bereits jetzt vorsorgen. Was habe ich mich
geärgert, als mein geplanter Besuch im November 2024 dem Wetter
zum Opfer fiel. Die Witterung stellte an diesem Sonntag kein
Problem dar. Ganz im Gegenteil, meinen Pullover ließ ich frech
im Auto. Rund um den Sportpark an der Dorfstraße war bei meiner
späten Ankunft bereits einiges los und trotzdem wurde man am
ikonischen Eingangstor freundlich und mit einem kurzen Schnack
begrüßt. Zum Ticket gab es zudem ein Tütchen Haribo. So gewinnt
man die Gunst des neutralen Besuchers.
Doch was heißt neutral. Mit dem nun
abgehakten Ground, hoffte ich natürlich auf einen Erfolg von
„ToFe“ und den oben bereits angesprochenen Aufstieg. Ich war
wohl nicht der Einzige, der diesbezüglich guter Dinge war. Rund
um den gepflegten Rasenplatz tut sich so einiges. Neben der
obligatorischen Haupttribüne gibt es derzeit einen kleinen
überdachten Fanblock, einen VIP-Container, eine kleine
Stahlrohrtribüne neben einem der Tore und eine leider etwas zu
optimistisch eingezäunte Gegengerade samt abtrennbarem
Gästeblock. Von weiteren Plänen zeugte ein Stahlrohr-Bausatz
samt Sitzschalen, der bereits auf einem kleinen Grünstreifen
neben der Tribüne bereitlag. Der erfolgreiche Dorf-Club hat es
sich hier wirklich schön gemacht und auch der Fanshop, der
Imbiss und die Sanitäranlagen waren gut in Schuss. Nun musste
die erste Mannschaft die Saison nur noch erfolgreich zu Ende
spielen und auch die heutige Hürde Nordmark Satrup nehmen.
Das Hinspiel gegen die Truppe aus dem „Herz
Angelns“ ganz im Norden der Republik, sorgte damals für mächtig
Wirbel. Die Gäste aus Todesfelde gerieten bei der eigentlich
eineinhalbstündigen Anreise in einen heftigen Stau, kamen
folgerichtig zu spät in Satrup an und kassierten am grünen Tisch
ihre bisher einzige Saisonniederlage. Dass man bei den
ambitionierten Todesfeldern nicht glücklich war über diese
korrekte aber wenig flexible Auslegung der Statuten, ist
nachvollziehbar. Spürbare Spannungen oder ähnliches konnte ich
rund um den Beginn der Begegnung jedoch nicht feststellen.
Trotzdem empfand ich den Auftritt der Hausherren und die
aufgeschnappten Konversationen im Publikum als recht arrogant.
Auf dem Rasen tat sich der SVT indes schwer, auch wenn man mal
mehr, mal weniger intensiv nur auf ein Tor spielte. Es dauerte
jedoch bis zur 66. Spielminute bis ToFes rechter Läufer Musci
den Bann brechen konnte und das 1:0 für den Favoriten erzielte.
Vier Minuten später machte die Heimelf mit dem 2:0 den Sieg fest
und ließ mit der Souveränität eines Spitzenreiters auch nichts
mehr anbrennen. Mit dem Abpfiff war mein musikalisch und
fußballerisch erfolgreiches Wochenende im Norden vorbei. Bleibt
zu hoffen, dass ich in naher Zukunft die zugehörige Regionalliga
endlich als komplettiert melden kann.
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