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Wappen FSV Zwickau 1991 FSV
ZWICKAU
2:2
(2:1)
VSG
ALTGLIENICKE
Logo
 
  Tore:  
  1:0 Sezer (17.)  
  1:1 Nietfeld (51.)
  2:1 Somnitz (81.)  
  2:2 Tallig (86.)  
 
Samstag, 28. Februar 2026 14:00 Uhr
Stadion Zwickau 3.540
Zwickau, Sachsen, DE Auto - 355 km ab Bernau bei Berlin
Regionalliga Nordost (DE IV) 24. Spieltag
21 Euro - Sitzplatz Haupttribüne 15° C - sonnig
2x Paar Wiener - 9 Euro 2x Bier (Wernesgrüner) 0,4l - 8 Euro
 
 
 
 
 
 
 
 

Ich glaube nicht mehr daran, dass aus mir und dem FSV Schöningen bzw. dessen Elm-Stadion nochmal etwas wird. Nach der ersten durchweg frühlingshaften Woche hatte ich das Regionalliga-Spiel gegen den VfB Oldenburg anvisiert, um endlich die langersehnte Komplettierung zu feiern. Mit meiner Mama, Alex und Lynn sollte es ab Bernau nach Magdeburg gehen. Während die Frauen sich die Stadt angucken, würde ich weiter ins Grenzgebiet nach Schöningen fahren, ehe es nach Spielende wieder gemeinsam zurück nach Brandenburg gehen sollte. Soweit der Plan. Leider stand auch meinem dritten Versuch eine kurzfristige Spielabsage im Weg. So hieß es umplanen und ich war froh, dass ich die Kombo Magdeburg/Schöningen ohne große Reibung in das Duett aus Leipzig und Zwickau tauschen konnten. Meiner Reisegruppe war die Aussicht auf einen sonnigen Tag im schönen Leipzig sogar lieber. Und ich? Naja, die Regionalliga Nordost muss ja ebenfalls irgendwann mal vollgemacht werden.

Nun ging es für mich an diesem wunderschönen letzten Februartag also ins sächsische Zwickau. Da ich aufgrund der knapp bemessenen Anreise und der Lage des Stadions in einem Randbezirk nicht wirklich viel von der Stadt sah, wende ich mich gleich dem Verein zu. Der FSV, der zu DDR-Zeiten zuerst Motor und später Sachsenring hieß, war ein mäßig erfolgreicher Ost-Klub. Nach der Wende reichte es Mitte der Neunziger für vier Jahre in der 2. Bundesliga. Keine zehn Jahre später fand man sich mit allerhand finanziellen Querelen, die den Klub bis heute begleiten, in der Landesliga wieder. Die letzte Fast-Insolvenz konnte 2023 abgewandt werden. Heute spielt man nach vielen Drittliga-Jahren in der Regionalliga und ist unter Groundhoppern vor allem für seine Hopper-Kasse bekannt. Der ein oder andere Stadionsammler, der von der Fanszene ertappt wurde, durfte dieser in den letzten Jahren eine kleine Spende hinterlassen. So versuchte ich möglichst unauffällig durch das zehn Jahre alte Stadion mit seinen vier einzelnen an einem Wall lehnenden Tribünen zu stromern.

Entweder hatte ich Erfolg, Glück oder es juckte einfach niemanden. Vielleicht war man auch aufgrund des wenig klangvollen Gastes aus Berlin-Altglienicke darauf bedacht, seine Energie in den eigenen Support ohne einen Gegner auf den Rängen zu stecken. Meine einzige Spende an den FSV datiert somit weiterhin aus 2023, als auch ich die besagte Insolvenz mit ein paar Euros verhinderte. Es war schön zu sehen, dass zumindest mein Umfeld auf der Haupttribüne entspannt und engagiert den Traditionsklub unterstützte und mein Geld scheinbar gut „investiert“ war. Unter den durchgängigen und abwechslungsreichen Gesängen der Heimfans entwickelte sich eine muntere Partie. Während ich die Sonne genoss, bestimmte der FSV standesgemäß die Partie. Die frühe Führung (17.) der Heimelf fiel kurz nach der Pause einem fragwürdigen Elfmeterpfiff und dem anschließenden Treffer (51.) zum Opfer. Zehn Minuten vor dem Abpfiff brachte ein Tor aus dem Gewühl den FSV erneut in Front. Ein eigentlich ungefährlicher Distanzschuss unter den Schwäne-Keeper Hiemann unschön durchtauchte, sorgte dafür (86.), dass Zwickau die Führung nicht ins Ziel brachte. Dem FSV bleibt ein Punkt und mir noch drei nicht besuchte Stadien im Nordosten.